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Mut zum ersten Flug




Liebe Leserin, lieber Leser


Vielleicht kennst du diese Momente. Du spürst, dass sich etwas in dir verändert hat, doch gleichzeitig hält dich etwas zurück. Zwischen dem Wunsch, weiterzugehen, und der Sicherheit des Vertrauten entsteht ein leiser innerer Konflikt. Genau darum geht es in der heutigen Geschichte. Ich lade dich ein, sie in dir wirken zu lassen.


🐦 Mut zum ersten Flug


Hoch oben in den Ästen eines alten Baumes sass ein junger Vogel am Rande seines Nestes und blickte hinaus in die Weite. Unter ihm öffnete sich der Raum, getragen vom Wind, durchzogen von Licht und Bewegung – ein Ort, der ihn zugleich rief und verunsicherte.

Seine Flügel waren gewachsen, stärker, als er es selbst wahrhaben wollte. Und doch hielt er sich fest an dem, was er kannte. Das Nest, das ihn getragen hatte, war vertraut, sicher und still – ein Ort, an dem nichts von ihm gefordert wurde.


Immer wieder glitt sein Blick nach unten, und jedes Mal zog sich etwas in ihm zusammen. Was, wenn er fiel? Was, wenn seine Flügel ihn nicht trugen?

Der Wind strich durch sein Gefieder, hob es leicht an, fast so, als wollte er ihn an etwas erinnern. Doch der junge Vogel blieb. Er wartete. Vielleicht auf mehr Sicherheit. Vielleicht auf ein Zeichen, das ihm die Angst nehmen würde.

Da liess sich ein älterer Vogel neben ihm nieder. Ohne Eile, ohne Druck. Er folgte nur dem Blick des Jungen hinaus in die Weite.

„Du wartest“, sagte er schliesslich ruhig.

Der junge Vogel nickte. „Ich möchte sicher sein.“

Ein sanftes Lächeln lag in den Augen des Alten. „Sicherheit wirst du dort draussen nicht finden. Aber etwas anderes.“


Der junge Vogel schwieg. In ihm war dieses Ziehen, das er nicht mehr überhören konnte. Ein leiser Ruf, der ihn immer wieder an den Rand führte – und doch hielt ihn etwas zurück.

„Du bist nicht hier, um zu bleiben“, sagte der Alte nach einer Weile. „Du bist hier, um zu fliegen.“

Diese Worte berührten etwas in ihm. Nicht laut, nicht drängend – aber klar.

Langsam löste er seinen Halt. Erst zögerlich, dann bewusster. Seine Flügel öffneten sich, noch ungewohnt und unsicher im Raum. Der Wind griff darunter, spielte mit ihnen, als würde er ihn einladen, sich tragen zu lassen.


Ein letzter Moment blieb. Ein Innehalten zwischen dem, was war, und dem, was möglich wurde.

Dann liess er los.

Für einen Augenblick schien alles stillzustehen. Ein Fallen, ein Loslassen, ein kurzer Hauch von Kontrollverlust.

Doch noch bevor der Zweifel ihn zurückholen konnte, spürte er es: Seine Flügel trugen ihn.

Zunächst zaghaft und beinahe suchend. Doch mit jeder Bewegung wurde es klarer. Sein Körper erinnerte sich an etwas, das er nie bewusst gelernt hatte.

Der Raum öffnete sich. Die Luft wurde weit.

Und etwas in ihm begann sich zu lösen.

Die Angst war noch da, doch sie verlor ihre Enge. An ihre Stelle trat ein leises Staunen, das sich ausbreitete und wuchs.

Freude. Leichtigkeit. Freiheit.


Er flog.

Nicht perfekt. Nicht mühelos. Aber echt.

Während er sich vom Nest entfernte, verstand er, dass es nie darum gegangen war, bereit zu sein.

Sondern darum, den Mut zu finden, sich zu bewegen – genau in dem Moment, in dem noch nicht alles sicher ist.

 


 

 Reflexion


Ich kenne diesen Moment nur zu gut. Ich möchte losgehen, doch immer wieder hält mich etwas Unsichtbares zurück. Dieses Hin und Her zwischen Sicherheit und Angst. Zwischen Freude und Zweifel.Ein ganzes Kopfkino blockiert mich – und gleichzeitig spüre ich diesen inneren Drang, weiterzugehen und Neues zu wagen. Doch genau dort beginnt der Weg. In dieser Überwindung. In diesem Abwägen zwischen dem Vertrauten und dem nächsten Schritt. Und ich weiss auch, was es bedeutet, die Komfortzone nicht nur einmal, sondern immer wieder zu verlassen. Manchmal leise. Manchmal ganz bewusst. Manchmal mit klopfendem Herzen.


Es ist kein einmaliger Schritt. Es ist eine tägliche Entscheidung, die ich immer wieder neu treffe. Mut entsteht nicht erst, wenn die Angst verschwindet. Vertrauen wächst nicht im Rückzug. Und Veränderung geschieht nicht im Stillstand. Sie entsteht genau dort, wo wir beginnen zu gehen. Dort, wo wir uns bewegen, auch wenn wir noch nicht alles sehen. Dort, wo wir uns zeigen, auch wenn wir uns noch unsicher fühlen. Und ja, es braucht Überwindung. Manchmal jeden Tag aufs Neue. Doch wenn wir zurückblicken, erkennen wir oft, was in dieser Zeit gewachsen ist. Wie sich etwas in uns geweitet hat. Ein leiser Stolz. Freude. Und vor allem Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass wir uns nicht haben aufhalten lassen. Dass wir gegangen sind – Schritt für Schritt. Vielleicht geht es gar nicht darum, den ganzen Weg zu kennen. Sondern darum, sich selbst zu vertrauen. Den ersten Schritt zu wagen. Und dann den nächsten. Denn genau dort beginnt sie: Die Weite. Die Freiheit. Die Leichtigkeit.


Einladung


Und manchmal ist genau dieser Weg leichter, wenn wir ihn nicht allein gehen.

Auch ich habe auf meinem Weg immer wieder Menschen an meiner Seite, die mich begleiten, mir neue Perspektiven eröffnen und mich daran erinnern, was in mir steckt.

Wenn du spürst, dass du gerade an einem solchen Punkt stehst und dir Begleitung wünschst, bin ich gerne an deiner Seite. Gemeinsam schaffen wir Klarheit, stärken dein Vertrauen und richten deinen Blick auf das, was für dich wirklich stimmig ist – in deinem Tempo und auf deine Weise.

Melde dich gerne zu deinem kostenlosen Erstgespräch. Ohne Verpflichtung, einfach als Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und zu schauen, was sich für dich richtig anfühlt.


📞 Telefon: 079 542 29 52📧 E-Mail: ursula@heldstab-coaching.ch 🌐 www.heldstab-coaching.ch


Ich freue mich auf dich. 🌿


Bildquellen: Bild 1, Bild 2

 
 
 

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