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  • Ursula Heldstab

Gedicht von Charlie Chaplin zur Selbstliebe

Ein spezielles Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Für mich kommt jetzt der Moment, um inne zu halten, zu reflektieren, und mir bewusst zu werden, was das vergangene Jahr mir zeigen wollte und weiterhin zeigen will. Ich bin mir sicher, gerade in diesem Jahr durften wir viel lernen und erkennen. Was für Möglichkeiten und Veränderungen werden sich uns wohl offenbaren?


Heute bin ich einfach nur dankbar, dass ich diese Zeilen schreiben und Ihnen, lieber Leser, liebe Leserinnen, mit dem nachfolgenden Gedicht, das ich bereits vor Jahren kennen lernte, ein paar Gedanken aufzeigen darf, die schon vor über 60Jahren Charlie Chaplin erkannte und für uns aufschrieb. Gerade in dieser Zeit der Stille, des Rückzugs, bekommen für mich diese Worte eine besondere Bedeutung.


Ich wünsche Ihnen allen eine friedvolle Weihnachtszeit und ein 2021, das uns mehr zusammenbringt und vereint.


Herzlicher Gruß Ursula Heldstab


Szene aus einem Charlie Chaplin Film. Als Tramp schrieb er Filmgeschichte (copyright Kinowelt GmbH 2018)



Gedicht von Charlie Chaplin zur Selbstliebe


Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnzeichen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiss ich, das nennt man »AUTHENTISCH SEIN«. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, wie sehr es jemanden beschämt, ihm meine Wünsche aufzuzwingen, obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif, noch der Mensch dazu bereit war, auch wenn ich selbst dieser Mensch war. Heute weiss ich, das nennt man »SELBSTACHTUNG«. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört mich nach einem anderen Leben zu sehnen, und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiss ich, das nennt man »REIFE«.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiss ich, das nennt sich »SELBSTACHTUNG». Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spass und Freude bereitet, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiss ich, das nennt man »EHRLICHKEIT».

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das gesunden Egoismus, aber heute weiss ich, das ist »SELBSTLIEBE«. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt, das nennt man »EINFACH SEIN«. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen, jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet. So lebe ich heute jeden Tag und nenne es »VOLLKOMMENHEIT«. Als ich mich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann, als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner, diese Verbindung nenne ich heute »HERZENSWEISHEIT«.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiss ich, »DAS IST DAS LEBEN«! Diese Zeilen schrieb Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959


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