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Das Geschenk des Novembers

vor 4 Tagen
4 Min. Lesezeit

7:



Liebe Leserin, lieber Leser


Der November steht vor der Tür. Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und der Himmel zeigt sich immer öfter von seiner grauen Seite.

Ein Monat, den viele am liebsten überspringen würden. Doch was wäre, wenn gerade dieser Monat ein besonderes Geschenk für uns bereithält? Eines, das wir im Trubel unseres Alltags leicht übersehen?

Ich lade dich ein, in meiner heutigen Geschichte den November von einer etwas anderen Seite kennenzulernen.

Viel Freude beim Lesen!


Das Geschenk des Novembers

Es war einmal ein Monat, den kaum jemand besonders mochte. Er hiess November.

Die Menschen beklagten die kurzen Tage, den Nebel und die Kälte. Manche zählten bereits die Wochen bis zu Weihnachten, andere wünschten sich den Frühling zurück.

Der November hörte all das und lächelte still. Er wusste, dass er anders war als seine Geschwister. Der April brachte den Frühling zum Erwachen, der Juli schenkte sommerliche Wärme und der Dezember verzauberte die Menschen mit seiner festlichen Stimmung.

Und er? Er brachte Ruhe. Doch kaum jemand erkannte darin ein Geschenk.


Eines Tages begegnete er einer Frau, die mit schnellen Schritten unterwegs war. Ihr Kopf war voller Gedanken, Aufgaben und Termine.

„Guten Morgen“, grüsste der November freundlich.

Die Frau blickte auf. Vor ihr stand ein ungewöhnlicher Herr mit einem langen, grauen Mantel und riesigen Taschen.

„Du siehst aus, als hättest du es eilig“, bemerkte er.

„Das habe ich auch. Es gibt noch so viel zu erledigen, und die Tage werden immer kürzer. Kaum ist es Nachmittag, wird es schon wieder dunkel.“ Sie seufzte. „Am liebsten würde ich den November aus dem Kalender streichen.“

Der Herr lachte leise. „Das wäre allerdings schade für mich.“

„Für dich?“


„Nun ja“, sagte er und verbeugte sich leicht. „November. Sehr erfreut.“

Die Frau musste lachen. „Du bist also schuld an diesem grauen Wetter!“

„Das höre ich öfter“, antwortete er verschmitzt. „Dabei frage ich mich, weshalb die Menschen so wenig mit meiner Ruhe anfangen können.“

„Ruhe? Wenn du wüsstest, was in meinem Kopf gerade alles los ist!“

Der November deutete auf seinen Mantel. „Siehst du diese grossen Taschen? Darin bewahre ich Gedanken auf, die jemand für eine Weile abgeben möchte.“

„Dann reichen deine Taschen bei mir bestimmt nicht aus“, meinte die Frau schmunzelnd.

„Versuch es doch einfach.“

Neugierig geworden, erzählte sie von allem, was sie beschäftigte. Und mit jedem Gedanken, den sie dem November anvertraute, schien eine seiner Taschen ein wenig voller zu werden.

Als sie fertig war, klopfte er zufrieden auf seinen Mantel. „Siehst du? Alles hat Platz gefunden. Komm, wir gehen ein Stück.“

Sie gingen nebeneinander her. Der November blieb einfach still, und mit jedem Schritt wurde auch die Frau ruhiger.

Der Nebel lag über den Wegen, die Bäume hatten ihre Blätter verloren und selbst die Natur schien eine Pause einzulegen.


In dieser Stille tauchten bei der Frau Erinnerungen auf, für die zwischen all ihren Aufgaben kaum Platz geblieben war. Sie dachte an Herausforderungen, die sie gemeistert hatte, an schöne Begegnungen und an vieles, das ihr in den vergangenen Monaten gelungen war.

Ein warmes Gefühl von Zufriedenheit und Dankbarkeit breitete sich in ihr aus.

„Weisst du“, sagte sie schliesslich, „ich habe in letzter Zeit vor allem gesehen, was noch alles zu tun ist. Dabei gibt es so vieles, das ich bereits geschafft habe.“

Der November lächelte und griff in seine Manteltaschen. „Möchtest du deine Gedanken zurück?“


„Ja, ich werde sie wohl noch brauchen.“

Er reichte sie ihr zurück. Erstaunlicherweise fühlten sie sich nun viel leichter an.

„Was hast du mit ihnen gemacht?“, fragte sie verwundert.

„Gar nichts. Ich habe sie nur eine Weile für dich aufbewahrt.“

Die Frau betrachtete ihn nachdenklich. „Vielleicht bist du doch nicht ganz so überflüssig, wie ich dachte.“

Der November lachte. „Du musst mich nicht mögen. Aber vielleicht entdeckst du eines Tages, weshalb es mich gibt.“

Dann zog er seinen grossen Mantel enger um sich und verschwand langsam im Nebel.

Der Himmel war noch immer grau, die Luft kühl und der November kein bisschen heller geworden. Doch in ihr war es heller geworden. Mit neuer Klarheit und einem Gefühl tiefer Zufriedenheit setzte die Frau ihren Weg fort.




Ein Gedanke zum Mitnehmen

Wie oft sind wir innerlich bereits beim nächsten Termin, bei unerledigten Aufgaben oder bei all dem, was noch vor uns liegt? Unser Kopf ist ständig beschäftigt und manchmal fällt es uns schwer, einfach einmal innezuhalten.

Dabei übersehen wir leicht, was wir bereits alles geschafft haben, welche Herausforderungen wir gemeistert haben und wie viel Schönes unser Leben bereithält.

Vielleicht lädt uns der November gerade deshalb dazu ein, etwas langsamer zu werden. Denn die Natur macht es uns ja vor: Sie zieht sich zurück, sammelt ihre Kräfte und bereitet sich auf einen neuen Anfang vor.

Weshalb sollten wir uns diese Ruhe nicht ebenfalls gönnen?

Wie wäre es mit einem Spaziergang durch den Novembernebel? Einem Moment, in dem wir einfach wahrnehmen, was uns gerade beschäftigt, ohne gleich allem nachzugehen? Vielleicht entsteht dadurch etwas Abstand und wir erkennen, was unsere Aufmerksamkeit braucht und was noch warten darf.

Denn manchmal brauchen unsere Gedanken einfach etwas Raum, damit wieder Klarheit entstehen kann.



Meine Einladung – ein Novembergeschenk für dich 🍂

Wünschst du dir manchmal auch jemanden wie den November, der für einen Moment alles, was dich beschäftigt, in seinen Manteltaschen verstaut? 😉

Vielleicht gibt es etwas, das du schon länger mit dir herumträgst, das sich immer wieder in deinem Kopf dreht und dir manchmal sogar den Schlaf raubt?

Dann habe ich eine kleine Überraschung für dich!

Im November verschenke ich drei persönliche Auszeiten von je 20 Minuten – ganz unkompliziert per Telefon.


Du bringst ein Thema mit, das dich beschäftigt. Gemeinsam schauen wir hin, sortieren und geben ihm seinen Platz. Denn nicht alles muss gleichzeitig in deinem Kopf herumwirbeln.

Vielleicht braucht es genau diesen kleinen Schritt, um wieder klarer zu sehen.

Also, worauf wartest du? Trau dich und gönn dir diese 20 Minuten!

Schreib mir einfach das Wort «Manteltasche», und wir vereinbaren einen Termin.

Ich freue mich auf dich!

Und wenn du dir mehr Zeit für dich wünschst ...

Manche Themen brauchen etwas mehr Raum, um Klarheit zu finden.

In meiner 8-Wochen-Begleitung «Die Reise zu dir» unterstütze ich dich dabei, deine Gedanken zu ordnen, neue Perspektiven zu entdecken und Schritt für Schritt mehr Vertrauen in deinen eigenen Weg zu gewinnen.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, darfst du dich gerne direkt bei mir melden. Gemeinsam schauen wir, wie ich dich auf deinem persönlichen Weg unterstützen kann.



Heldstab Coaching

📞 079 542 29 52


Bildquellen: Bild 1, Bild 2


 
 
 

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